Sicherheitskonzept
Die Sicherheit der Kinder steht bei uns an erster Stelle!
Als wir im Jahr 2005 den Ponyhof übernommen haben, bestand dieser schon 27 Jahre. Geritten wurde schon immer im Gelände und ohne Sattel. Wir waren als wir anfingen auch davon überzeugt, dass das Reiten ohne Sattel die beste Art ist um Reiten zu lernen. Der direkte Kontakt zum Pferdekörper ist etwas Wunderbares, das Reiten ohne Sattel schult das Gleichgewichtsgefühl. Und viele Kinder wollen dieses Gefühl erleben und genießen.
Die Realität holte uns aber sehr schnell ein, als wir die ersten Stürze erlebten. Es verging keine Reitferienwoche ohne zum Teil heftigen Stürzen. Für uns unerträglich waren aber die 3-4 schweren Stürze jährlich, die im Krankenhaus endeten. Die Diagnosen waren für uns niederschmetternd, Knochenbrüche, Bänderrisse, Jochbeinbruch, Gehirnerschütterungen und Schlüsselbeinbruch haben wir bis 2009 erleben müssen.
Das schlimmste Erlebnis war für uns, als wir mit unseren Kindern auf einem Ausritt waren, haben wir mit ansehen müssen, dass 45 Ponys eines benachbarten Ponyhofs durchgegangen sind (alle ohne Sattel und es wurde mit 45 Ponys in einer Reitgruppe geritten). Als wir dort ankamen, lagen mehrere Kinder schreiend an der Straße, die Krankenwagen kamen gerade an. Wie wir im nachhinein erfahren haben, waren 11 Kinder zum Teil schwer verletzt.
Wir wussten, dass dies nicht so weitergehen konnte. Nach vielen Gesprächen, wie zum Beispiel mit der FN, mit anderen Reitbetrieben und Reitlehrern, haben wir 2009 beschlossen unsere Ponys mit Sätteln auszustatten. Diese Entscheidung hat viel Geld gekostet. Wir mussten unsere ganzen Abläufe komplett ändern. Aber es war eine konsequente und richtige Entscheidung. Seit 2009 hatten wir keinen schweren Sturz mehr auf dem Ponyhof, kein Kind musste mehr ins Krankenhaus gebracht werden. Natürlich kann immer mal etwas passieren, Reiten ist und bleibt ein gefährlicher Sport. Wir glauben aber, dass unser Sicherheitskonzept, welches wir in den Jahren immer weiterentwickelt haben, das Risiko schwerer Stürze erheblich minimiert hat.
Im Folgenden hier unsere Maßnahmen:
1. Nach Anreise und vor dem ersten Ausritt werden alle Helme überprüft und eingestellt und wenn notwendig gegen einen passenden Helm aus unserem Bestand getauscht.
2. Unsere Reitgruppen haben eine maximale Stärke von 18 Reitern.
3. Jede Reitgruppe wird von einem/r erfahrenen Helfer/in mit einem sicheren Führpferd angeführt und von mindestens einem/r Helfer/in mit Fahrrad begleitet.
4. Haben wir viele unsichere Kinder in der Reitgruppe, geht ein/e zweite/r Helfer/in zusätzlich mit.
5. Alle Ponys werden mit Sattel geritten.
6. Alle Steigbügel sind Sicherheitssteigbügel und haben eine Durchrutschsicherung.
Aus diesen Erfahrungen heraus können wir sagen, dass das Reiten mit Sattel eine hohe Sicherheit, gerade für unerfahrene Reiter und Reitanfänger, gibt. Nach unseren Erfahrungen müssten alle Ponyhöfe vom Gesetz her verpflichtet werden, mit Sattel zu reiten. Leider haben unsere Recherchen ergeben, dass ca. 60%-70% aller Ponyhöfe ohne Sattel reiten.
Liebe Eltern, Großeltern, Tanten Onkel…….. ,
sehr oft werden die Kinder vor den Ferien mit tollen Reithosen, Stiefeln, riesigen Gerten und Putzkästen mit reichhaltigem Inhalt ausgestattet.
Dies ist alles bei uns nicht so wichtig, aber ein gut sitzender Helm. Investieren sie lieber in einen guten Helm und achten Sie beim Kauf auf Qualität und Prüfsiegel. „Eu Norm 1384“.
Die verstellbaren Reithelme sind nur auf den ersten Blick eine gute Lösung, da sie mehrere Kopfgrößen abdecken. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich einige Helme während des Reitens lockern, vor allem im Galopp. Ein gut sitzender Helm ist der beste Unfallschutz. Ein gut sitzender Fahrradhelm ist oft sicherer, als ein schöner, aber nicht passender Reithelm.


